Lokstoff! auf der Berlinale

16. Februar 2010

Als zukunftsweisendes Theater sind wir natürlich immer auf der Suche. Die Suche an sich ist ja schon… Na jedenfalls suchen wir nicht nur immer neue Spielorte, sondern auch immer frische Talente. Deshalb haben wir keine Kosten und Mühen gescheut, und haben Andrea und Tom zur Berlinale geschickt, wo sie sich die Lokstoff-Darsteller von Morgen anschauen. Bisher war es allerdings eher mau. Keiner von dem Format, das es für Theater in Bahnhöfen oder Schaufenstern bräuchte. Dieser DaCapo…DiPrico…DiPracico…also dieser Amerikaner in dem Film mit der Insel…der soll woll ganz ok sein. Und da der ja noch in…sagen wir mal…einer Wachstumsphase steckt, ist der bestimmt noch ganz günstig zu haben.

Leider scheinen sich Andrea und vor allem Tom jedoch nicht gerade krumm zu machen, sondern beschäftigen sich lieber mit der Mode vor Ort, anstatt mal ordentlich ebbes zu schaffe.

Tssss….

Dieser Weg wird kein leichter sein

01. Februar 2010

Mit dem guten alten Xavier im Ohr hatten sich Kathrin und Willi vor einigen Tagen auf den Weg gemacht, für das neue Stück [hier quasi noch geheimer Name] zu recherchieren. Nach Odessa, also praktisch Ukraine. Dass es eine beschwerliche Reise werden würde, war von vornherein klar. Deswegen sind auch gar nicht alle mitgefahren, weil muss ja auch jemand die Geschäfte hier weiterführen, nur im Falle. Quasi Horrorvision, aber da kannschd Du nie sicher sein. Jetzt hat die Kathrin neulich schon versucht, sich der zauberhaften Fauna zu nähern. Weil erstens Flora zurzeit unter weißer Schneedecke vergraben und zweitens ist’s ja auch spannend so ein Zicklein. Und weil die Kathrin weiß, worauf so eine ukrainische Ziege steht…korrupt, soweit sollte man vielleicht nicht gehen, aber ihr wisst schon…hat sie sich die Freundschaft mit ein paar Äpfeln erkauft. Quasi heimischer Anbau, naja Bodensee, also die Äpfel. Und weil das so ein großer Erfolg gewesen ist, hat sich die Kathrin jetzt auch an Menschen probiert. Aber das ist leider noch nicht von so großem Erfolg gekrönt. Die Äpfel sind auch leider schon alle weg.

Aber spannend ist das, das Land. Da sollte man dringend mal hin…

Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmal herzlichst bei dem Kollegen vom UKRAINIAN DEPARTMENT OF FILM AND GOATS und wünschen viel Spaß mit dem iPhone.

Recherche zum neuen Stück

24. Januar 2010

Willi und Kathrin befinden sich zurzeit auf Recherchereise zum neuen Stück. Am Wochenende erreichte uns folgende Videobotschaft aus der Ukraine. Leider ist die Übertragungsqualität nicht besonders…die Infrastruktur halt… (drehen Sie also einfach etwas lauter)

Wie man sieht, sind die Umstände dort etwas widrig, aber was tut man nicht alles für das Theater…

Kathrin Hildebrand erzählte via Satellitentelefon weiter: “Erstaunlich ist, dass die Ukraine ein Straßennetz von fast 170.000
Kilometern Länge hat. Ein zusammenhängendes Autobahnnetz besteht noch nicht, es existieren jedoch vielerorts autobahnartig ausgebaute Fernstraßen und Nationalstraßen. Die M 06 von Ungarn nach Kiew wurde in den letzten Jahren renoviert und ist nun von der Grenze über die Karpaten bis Lviv durchgehend in sehr gutem Zustand. Das Tankstellennetz
ist sehr dicht. Aber auch das ukrainische Landleben hat seine ganz eigene Faszination, wie in dem Beitrag zu sehen ist.”

Lokstoff! mit Jugendlichen im öffentlichen Raum

23. Januar 2010

Seit November machen wir im Rahmen eines Projekts des Kreisjugendrings Rems-Murr Theater mit Jugendlichen aus Schorndorf und Backnang.

Wir improvisieren gemeinsam, machen Sprach- und Wahrnehmungsübungen, probieren alles mögliche aus. Und jede Woche kommen mehr dazu, die Lust auf Theater im öffentlichen Raum haben! Das alles findet nicht in einem gemütlichen Probenraum oder auf einer Bühne statt. Die Jugendlichen spielen mitten im öffentlichen Leben und können dabei hautnah erleben, wie das direkte Umfeld darauf reagiert. Und es reagiert! Wenn mitten in der Mall ein dutzend Menschen plötzlich “einfriert” oder sich eine Gruppe Jugendlicher im DM plötzlich in einer Fantasiesprache unterhält, bleiben die Reaktionen nicht aus. Große Augen der Leute sind das Minimum. Das ist öffentlicher Raum in seiner Reinform. Alle Teilnehmer sind mit einem Riesenmut und jeder Menge Spaß dabei, wenn wir uns in einer Einkaufsgalerie oder Unterführung treffen, um Theater zu spielen. Selbst die mehr als eisigen Temperaturen der vergangenen Wochen konnten den Enthusiasmus nicht bremsen.

Große Unterstützung erfahren wir dabei auch von den jeweiligen Gemeinden, den Eltern und Betreuern des Jungendkreises.
Wir selbst sind vor allem von der Spielfreude total begeistert, mit der die Jugendlichen bei der Sache sind.
Ab Februar werden wir auch in Welzheim, Murrhardt und Winnenden den öffentlichen Raum durch Theater für den ein oder anderen in eine neue Perspektive rücken.
Wundern Sie sich also nicht, wenn in Zukunft rund um Stuttgart junge Menschen in Unterführungen in Shakespeares Zunge sprechen, in neue Rollen schlüpfen oder in der Drogerie ihres Vertrauens wie Antilopen herumspringen. Dann heißt es nämlich: Lokstoff! ist da.
Ziel ist, dass die Jugendlichen selbst erfahren, wie Theater ihre Umgebung, ihr Leben verändern kann. Sie lernen ihre Kreativität positiv zu nutzen und kommen ständig mit eigenen neuen Ideen.

Wir freuen uns schon jetzt auf den großen Projektabschlusss im Sommer, wenn sich die Kinder und Jugendlichen aus allen Städten ihre jeweiligen Szenen vorspielen, die sie im Laufe der gemeinsamen Arbeit sebst kreieren werden und dadurch ihre unmittelbaren Erlebnisse, Konflikte oder Fantasien dramatisieren können.

2010 rocken!

15. Januar 2010

Tanzen ist angesagt. Tanzen hält gesund. Tanzen macht schön!

Uns ist es einfach zu kalt geworden, deshalb tanzen wir jetzt den Frühling herbei. Immer am letzten Samstag im Monat im grandiosen Café Stella.

Alle Lokstoff-Menschen sind dabei, alle Stella-Menschen sind dabei. Und alle Lokstoff-Zuschauer, Fans, Follower und überhaupt Sympatisanten sollten auch dabei sein.

Na weil tanzen einfach schön macht.

Ach, ja, Special Performances sind nicht ausgeschlossen! D.h. Lokstoff live und exklusiv, tanzen, quatschen, kennenlernen. Meet your favorite actors and actesses.

Mehr Werbetexte fallen mir nicht ein. Wir sehen uns dort…

Cheers Ihr lieben,
Euer Lokstoff-Team

Front

Stella_Lokstoff_Tanzen_back

Helfen, wo es geht

22. Dezember 2009

Vielleicht hat der eine oder andere von den Vorstellungen gehört, die wir speziell für blinde und sehbehinderte Menschen konzipiert hatten. Nach “Fischerkönig” in der U-Bahn-Station Charlottenplatz und Becketts “Bruchstücke” im Kunstmuseum (!) spielten wir zuletzt “Vorher/Nachher” in jener adaptierten Form, die es auch den Nichtsehenden möglich machen konnte, Theater zu erleben.

Beraten hat uns stets Renate Ratzel, heute pensioniert und früher Lehrerin in der Nikolauspflege. Selbst blind, weiß Sie um die Bedürfnisse derer, denen dieser für das Theater so wichtige Sinn fehlt. Durch ihre Unterstützung waren die Vorstellung stets ein Erfolg und ein ganz besonderes Ereignis für Zuschauer und Schauspieler zugleich.

Renate Ratzel verbringt allerdings nur einen Teil des Jahres in ihrer und unserer Heimatstadt Stuttgart: Für drei bis vier Monate reist sie nach Cuzco, wo sie sich seit vielen Jahren um benachteiligte Kinder kümmert. Da uns diese Frau und ihr Projekt in Peru nicht nur unheimlich beeindruckt, sondern mittlerweile selbst zur Herzenssache geworden ist, sammeln wir seit einiger Zeit bei so vielen Vorstellungen wie möglich Spenden für ihren Zweck. Zudem haben wir uns entschieden, einen Teil der Mitgliedsbeiträge an das Projekt zu spenden.

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Wenn die Schauspieler mal frei haben…

07. Dezember 2009

…übernimmt nicht immer Hedley Lamarr, auch wenn ein Stück von René Pollesch anderes suggeriert.

von Andrea Léonetti

Wer schon immer mal einen Einblick in die Schauspielkunst gewinnen wollte ist hier richtig: Seit Mai 2008 findet einmal in der Woche ein “Arbeitsatelier” für Tänzer, Schauspieler, Sprecher und Sänger statt. Dabei übernehmen die Teilnehmer auch selbst die Leitung von Unterrichtseinheiten. Ich unterrichte als Basis jedes mal Entspannung und Wahrnehmung. Immer Mittwochs 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr in der Innenstadt. Interessenten zum kostenlosen Atelier sind herzlich willkommen, einfach vorher melden: andrea.leonetti@lokstoff.com.

Außerdem habe ich Cassandra Steen (als Solosängerin als auch von der Band Glashaus bekannt) für ein Casting gecoacht. Cassandra hat die Hauptrolle plus (oder vor allem) die Lieder im Disney-Film “Küss den Frosch” bekommen. Am 10. Dezember kommt der Film in die Kinos, heute ist die Premiere in Hamburg.

Sollte jemand den aktuellen Blockbuster “2012″ in der französischen Version gesehen haben, hat er oder sie auch mich gehört. Und zwar, Achtung, als Synchronstimmte der Bundeskanzlerin ;-)

Liebe Grüße, Andrea

Tatort

27. November 2009

von Kathrin Hildebrand:

Mein Tatort kommt am 27.12.2009 in der ARD 20:15 Uhr. Der Titel lautet “Altlasten”. Ist der Stuttgarter Tatort mit Richi Müller und ich spiele eine Ärztin. Leider hab ich keine Fotos oder ähnliches… Heute habe ich einen Drehtag für den Mannheimer Tatort mit Lena Odenthal, da spiele ich eine Psychiaterin. Sendetermin wird wahrscheinlich dann in einem halben bis dreiviertel Jahr sein. Schaut doch mal rein. Eure Kathrin.

Art Parade

22. November 2009

Rund 1500 Kulturschaffende und kulturinteressierte Bürger haben am vergangenen  Donnerstag auf der Art Parade gegen die Kürzungen im Stuttgarter Kulturetat demonstriert. LOKSTOFF! war natürlich auch dabei. Vom Künstlerhaus in der Reuchlinstraße führte der bunte Paradezug zum Rathaus, wo dem OB der “Stuttgarter Apell” übergeben wurde.

Besonders bemerkenswert war die Solidarität der Beteiligten. Obwohl weder Staatstheater noch Kunststiftung, weder Kunstakademie noch LOKSTOFF! direkt Teil der Kürzungspläne sind, gingen alle sozusagen Hand in Hand mit den tatsächlich teilweise von drastischen Maßnahmen Betroffenen auf die Straße.

Wir hoffen, dass der Apell ankommt und die Kürzungen, die im Haushalt eine kleine Position ausmachen, für die Kultur aber einen riesigen, bleibenden Flurschaden anrichten würden, am Ende vielleicht doch abgelehnt werden. Entscheidend ist die Gemeinderatssitzung am 18. Dezember.

Einen kleinen Eindruck von der Art Parade haben wir für Blokstoff aufgezeichnet:

Sonntagsmusik

22. November 2009

Wir leben und sterben in diesen Städten…wohl richtig.